Rabotti, Rabotti!
Rabotti, Rabotti! Viel Arbeit letzte Zeit, der Foodmaster mußte fertig werden. Der Foodmaster? Ich hatte schon einmal davon berichtet, daß ich als Angestellter am Umbau eines Routemaster-Doppeldeckers in ein fahrbares Restaurant beteiligt bin. Gestartet hatten wir Ende Oktober letzten Jahres und irgendwann muß so ein Projekt ja auch einmal fertig werden, und das war genau am vergangenen Donnerstag, dem Tag des Grauens. Hätte er werden können. Wurde er aber nicht. Denn am Donnerstag stand die TÜV-Abnahme ins Haus, genauer: MOT (das entsprechende Derivat hierzulande). Das ganze war eine Zitterpartie, weil wir zwar bereits relevante Arbeiten im Winter hatten durchführen lassen, aber eine Ungewißheit bleibt bei einem 45 Jahre alten Fahrzeug denn doch, zumal am folgenden Tag der Aufbau auf dem ersten Event in London auf dem Plan stand… Aber die beiden Prüfer waren voll des Lobes und fanden abgesehen von einem falsch eingestellten Scheinwerfer keinen Mangel. Super! So stand dann am Freitag die Fahrt nach London an, immerhin fast 65km, die der Bus klaglos überstand und ich auch
Die Positionierung gleich als erster Stand auf dem Food Court direkt an der großen Hauptbühne war schnell gelungen, die eigentliche Arbeit stand aber noch an: jede Menge Besorgungen waren zu erledigen, u.a. die Abholung eines gemieteten Kühlautos, die trotz des nur etwa 3km Luftlinie entfernt liegenden Vermieters aufgrund dessen Unfähigkeit über 3 wertvolle Stunden und jede Menge Nerven kostete. Auch der folgende Samstag war von nervenzerreibender Spannung und noch durchzuführenden Vorbereitungen geprägt, der (deutsche) Bäcker brachte die bestellten Brötchen und die Kuchenbleche nach reichlich 3 Stunden Verspätung erst um 12 Uhr. Mit sehr gemischten Gefühlen öffneten wir unsere Verkaufsluke und die Türen zum Oberdeck, wo sich die Sitzplätze befinden. Die Griddleplatte (eine 60×60cm große und gasbeheizte Bratplatte) war schnell angeheizt wie auch die (ebenfalls gasbetriebene) Espressomaschine und die ersten Kunden kamen und wurden bedient. Der erste Tag war schnell vorbei und die Anspannung wich ganz langsam einer gewissen Routine, allerdings wurden Bratwurst-, Kuchen- und Brötchenberge im Kühlauto nicht sichtbar kleiner… Für den Sonntag wurden so Kombinationsangebote erdacht, womit der Umsatz tatsächlich erheblich angekurbelt wurde. Überhaupt: die Kundschaft am Sonntag unterschied sich inklusive ihrer Bestellungen erheblich vom Sonnabend. Verkauften wir am ersten Tag eine sehr überschaubare Anzahl Currywürste (in diesem Fall geräucherte Würste, die ich so nicht als Currywurst kenne), wenig Tee, dafür umso mehr Kaffee, wurden unsere Teevorräte am Sonntag erheblich dezimiert, während sich der Kaffeekonsum sehr zurück hielt. Curry- und Bratwürste gingen meistens schubweise weg wie warme Semmeln, die es übrigens buchstäblich dazu gab. Mit nachlassender Anspannung und fortschreitender Zeit stellte sich bei allen fünf Beschäftigten ab spätem Mittag erhebliche Erschöpfungserscheinungen ein, aber wir hielten durch bis 21.45 und machten noch gute Umsätze. Aufräumen und Abbau gingen schnell von der Hand und um 23 Uhr verließen wir bereits wieder unseren Platz, auf zum neuen Stellplatz auf dem Gelände eines kleinen privaten Museums in Walthamstow (NO-London). Weiter geht’s ab Donnerstag für drei Tage in Kingston-upon-Thames, ganz im Südwesten von London, wo die Themse in die Stadt fließt. Wir werden dort auf dem Marktplatz stehen und mal sehen, ob die dort beheimateten Deutschen uns die Tür einrennen…
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Glückwunsch zur gelungenen Eröffnung!
Wir dachten schon ihr seid mit dem Bus in der Tehmse abgesoffen, weil so lange nix zu lesen war…
Dann besorgt euch mal für den Bus einen Fernseher für Sonntag.
Fussball-WM: Dtl. gegen England…
Liebe Grüße
Tom & Andi
boa wie geil!! ich bin stolz auf euch – sieht klasse aus!!! ich hoffe wir sind bald am start um bei euch mal ne bratwurst zu essen
lg, Sherry
Danke, danke. Noch ein Grund mehr, ENDLICH mal über den Kanal zu spucken!
Neenee, besonders nach dem einerseits erwarteten und andererseits eingetroffenen Fußballergebnis heute ist es wohl ganz gut, daß die englischen Fans ihren Frust über die Unfähigkeit ihrer Mannschaft – meine volle Sympathie hatten sie ja, nutzte aber wohl nix – nicht an unserem Bus auslassen.