Veröffentlichungen

Nich so doll jetze…

Naja, erstens kommt alles anders und zweitens als man denkt. Ich bin ja kürzlich in diese Lagerhaus-WG gezogen… Schon bei der Ankunft wehte mir Gammelduft vom Mülleimer entgegen, die bei den beiden ersten Besuchen blitzblanke Küche sah aus wie nach einem Schlachtfeld. Das tut sie nun seit 5 Tagen… Die netten “flatmates” sind hochgradig rücksichtslos und halten nachts um 3.30 lautes Palaver ab oder üben sich im Balkenverschrauben mittels Knatter-Akkuschrauber unter meinem papierdünnen Fußboden. Überhaupt sind alle Wände so dünn, daß sie zwar kein Licht durchlassen, aber alles andere ist mehr oder weniger 1:1 zu hören. Die primitive Holzkonstruktion, aus der die ganze 1. Etage besteht, knarzt bei JEDER Bewegung.

Nee, so geht das nicht. Ende Juli ist hier wieder Auszug angesagt, dann vielleicht doch bürgerlich in ein nettes englisches Reihenhaus in the eastern outskirts (Walthamstow, Leyton, Wandstead) mit back garden. Angebote gibt’s genug, teilweise bis zu 80 Pfund billiger im Monat bei erheblich besserem Zustand. Ich werde berichten.

Mothballed

Jaja, mothballed. Eingemottet. Der Willi. Meine fahrbare Wohnung. Und das kam so:

mit Fertigstellung und Inbetriebnahme ließ sich ein Umzug nach London nicht mehr vermeiden, da mein Arbeitsplatz nunmehr nicht mehr im schönen und ländlichen Kent sein wird sondern in der großen Stadt. Nicht so schlecht, aber das geht eben nicht mit Willi, weil mich einerseits die Umweltzone im Londoner Stadtgebiet an der Einfahrt hindert (wenn ich mich nicht für 200 Pfund für einen Tag Fahren in der Stadt freikaufen will), mir andererseits bezahlbare und lebenswerte Stellplätze nicht bekannt sind. Auf einem Gewerbehof zwischen 23 anderen Lkw möchte ich nicht parken.

Und so kam es, daß ich ihn, den dicken Roten, heute in der Lagerhalle eingemottet habe, in der wir in den letzten 4 Monaten am Bus gewerkelt haben und vor der auch Danny und Roddey stehen, zwei meiner drei Golf II GTI (der dritte ist zur Untermiete in eine Garage in Deutschland eingezogen).

Ganz links Willi, ganz rechts zukünftige Garage

Links Willi, rechts vorn (nicht mehr) mein alter roter Golf, rechts hinten RM357, nicht der Foodmaster.

Mit großem Rucksack ging’s dann weiter ins Haus meiner Chefs und Freunde, wo schon von den vergangenen zwei Wochen Schlafsack und selbstaufblasende Isomatte auf mich warteten. Das Hausen in deren Wohnzimmer ist kein Dauerzustand und so habe ich mich sogleich aufgemacht, eine neue Bleibe zu suchen. Das ist gar nicht so schwierig, house und flat shares gibt’s massenhaft, selbst Räume kann man sich teilen. Letzteres wollte ich denn doch nicht, house share ist zu teuer, flat share also. Hier gab’s wieder Wahlmöglichkeiten nach Größe (single oder double room), Preis (60 bis 300 Pfund pro Woche) und natürlich Lage, die in meinem Fall im mehr bodenständigen bis alternativen und vor allem sehr multikulturellen Nordosten sein sollte. Zwischendurch kam noch der Südosten in Frage, aber grundsätzlich teilt man diese Stadt und deren Bewohner ganz klar nach North oder South of the River ein, wobei letztere irgendwie nicht so richtig ernst genommen und als uncool angesehen werden. Und uncool will ich natürlich nicht sein.
Nachdem ich die letzten 4 oder 5 Jahre alles andere als konventionell gelebt habe (14-Mann-WG, Büro-WG, Mini-Wagenburgen), kam auch hier keine konventionelle Wohnung in Frage. Und so werde ich nun am Mittwoch in eine WG ziehen, in einem ehemaligen Lagerhaus, das nicht wirklich professionell zu Wohnraum umgestaltet wurde. Aber herrlich schräg und ein wenig chaotisch, mit Musik-Proberaum und interessanten – und vor allem englischsprachigen! – Leuten.  Ganz billig ist das nicht, inkl. allem 450 Pfund für etwa 16qm, das ist allerdings schon fast die Untergrenze für einen zumutbaren Raum.  Ähnliche warehouse conversions kosten gern auch mal 650 Pfund im Monat und mehr, bei allerdings auch zunehmender Seriosität. Auch nach unten ist noch ein wenig Luft, die “Monkey Farm” z.B. erinnert an ein Fernsehstudio: in einer Lagerhalle wurden mehr oder weniger beliebig Räume aus Spanplatten und Trockenbauwänden erstellt, mit Decke allerdings, dafür ohne Scheinwerfer… Und diese WG ist mal wirklich unterirdisch very basic, selbst für  mich. Da muß man offenbar hart im Nehmen und/oder sehr jung sein. Die Gemeinschaftsräume sind – naja, schweigen wir darüber. Dagegen ist meine zukünftige WG, “The Rat”, schon posh und luxuriös.

Damit wird Willi nun noch wenigstens vorübergehend, aber wohl eher langfristig, mehr immobil als bisher schon, der Blog sollte also umbenannt werden… Nein, wird er nicht, immerhin besteht er seit mittlerweile 4 Jahren und 1 Monat und ist bei einigen Leuten bekannt. Ich werde also weiter hier berichten, wenn auch nicht über und aus Willi. Fotos, wenn ich mein Handy ausgelesen habe.

Food im Routemaster

Wie sich ja vielleicht mittlerweile herumgesprochen hat, arbeite ich ja seit letztem Jahr Oktober für die Foodmaster Ltd. Erst Umbau eines Routemaster-Busses zum Foodmaster, nun bin ich dessen Fahrer und Würstchenbräter.

Fahren macht natürlich voll Spaß (ey), allerdings macht sich das Gewicht ordentlich bemerkbar. 135PS für über 10 Tonnen sind eben doch nicht eben üppig. Ein Drehzahlband von 600 bis nur 1800 Umdrehungen mit sparsam schaltendem 4-Gang-Automatikgetriebe (man höre und staune, das war Luxus 1964, ebenso die Lenkhilfe) machen den Bus nicht gerade zum Sportwagen. Für Techniker: ein 8,3l großer Reihensechszylinder-Diesel vom Typ Cummins C mit nachgeschaltetem Oxidationskatalysator und immerhin Euro1-Abgasnorm wurde 1991/92 bei der Modernisierung der Routemaster-Flotte eingebaut, die alten CAV-/AEC-Automatikgetriebe (die aus Gewichtsgründen in Fahrzeugmitte weit weg vom Motor platziert sind) wurden beibehalten, allerdings mit einer elektronischen Ansteuerung versehen, die die alte anfällige – aber faszinierende! – Relaisschaltung ersetzte. Wer einen kleinen Vortrag über letztere hören möchte, darf sich gern vertrauensvoll an den Autor wenden, der hat deren Funktionsweise nämlich mal aufgrund von Fehlfunktionen autodidaktisch gelernt. Boah.

Zurück zum Thema (hach, die Technik ist doch fast viel interessanter als die ollen Würste ;-) ): heute ging das dritte Event vorüber, während dessen sich weitere neue Eindrücke einbrannten. Verstanstaltungsort war der Ridgeway Park in Chingford in Nordostlondon, offenbar eher durch untere bis mittlere Mittelschicht geprägt. So auch die Verkäufe: viele Getränke dank des warmen Wetters, aber relativ wenig Essen dank einkommensschwächerer und kinderreicher Bevölkerung.

Heute auf dem Dance Festival in Chingford (NO London)

Werbetafeln. Oder doch Türen?

Überhaupt: logischwerweise gibt es je nach Gegend sehr unterschiedliche Kundschaft mit sehr unterschiedlichen Wünschen. Im teuren und schicken Kingston (ganz im Südwesten, wo wir letzte Woche 3 Tage standen) haben wir viel Kaffee und (auch dank vieler Deutscher) Würstchen verkauft und viele verschiedene Teesorten, heute nur schwarzen Tee, Unmengen an Coke, (zu) wenig Essen, (zu) wenig Kaffee, obwohl wir die einzigen mit Espressomaschine waren.
Planung ist sehr schwierig: haste 6 Würste aufm Grill – bzw der Griddleplatte – liegen, willse keiner haben. Dann stehen plötzlich zehn Leute Schlange und wollen Würste haben, dann legste kräftig nach und hast nach Abarbeiten des Andrangs wieder eine halbe Stunde 4 Stück rumliegen, die man dann wegwerfen kann. Einen Tag gibt’s ständig Nachfragen nach Dings und Bums (z.B. Milchkaffee aus Soja- oder gar Reismilch), bieteste das nächsten Tag an demselben Platz an, will’s keiner haben. Einen Tag werden die Brötchen oll, am nächsten Tag fressen Dir die Leute die Haare vom Kopf. Wie letzten Samstag: eigene Würste irgendwann mittags alle und dann noch 2x bei Lidl nachgekauft, Brötchen dito. Naja, ist wohl so. Aber wer soll das denn planen? Vor allem wenn alles frisch sein soll.

Was ich nicht für möglich gehalten habe: ich habe plötzlich Hunger auf Brat- und Currywurst, obwohl ich den ganzen Tag im Bratmief stehe und die Dinger drehe und wende. Früher wurde mir nur beim Gedanken an eine Bratwurst schon schlecht und ich hatte übelste Bedenken, die Dinger braten zu müssen. Schlimm wird’s allerdings nach 6-7 Stunden, dann beginnt die Griddleplatte (eine 60×60cm große 12mm dicke Edelstahlplatte mit Umrandung und Gasbeheizung von unten) zu stinken, weil ausgelaufenes “Bratwurstwasser”, Zwiebelsaft und Öl trotz regelmäßiger Reinigung mit einem Spachtel sich festsetzen und verbrennen und dann nach ekligem altem Bratwurstfett stinken. Dann hilft nur noch Intensivreinigung mit Spachtel und viel Kraft, doch die etwa 1/10mm dicke schwarze Schicht auf der Stahlplatte läßt sich wohl nur noch mit der Flex entfernen. Nach dem Auskühlen und neuem Aufheizen stinkt’s auch nicht mehr, seltsamerweise. Das klingt jetzt vielleicht eklig, ist es aber nicht. Elkig ist der “Ekelbehälter”: die Platte hat ein Loch, durch das man Bratrückstände in eine daunter befindliche Schublade befördern kann. Die auszuleeren ist dann unangenehm und fast wie der erste Motorölwechsel nach 150.000km…

Ansonsten macht die Arbeit Spaß, auch wenn sie anstrengend ist. Denn durchgehendes Stehen ist angesagt, richtig Leerlauf gibt’s kaum. Ist gerade kein Kunde da (mit mir arbeitet immer noch mindestens eine weitere Person im Bus, meistens aber zwei oder drei), müssen die draußen stehenden Sitzgruppen (3 Tische mit je 4 Stühlen) gesäubert und sortiert, die beiden Tische links und rechts der Ausgabe mit Soßen, Milch, Zucker & Co gereinigt oder aufgefüllt, Mülleimer geleert, Getränke im Kühlschrank aufgefüllt oder irgendwas gespült oder abgewischt werden. Heute habe ich auch noch 2x Kuchen gebacken, nur so nebenbei. Langeweile ist nicht….

Wenn ich gleich mal Lust habe, mein Handy auszulesen, gibt’s noch ein paar Fotos. Bis dahin muß der Link zur Facebook-Seite reichen, da gibt’s 20 Profi-Fotos.

Rabotti, Rabotti!

Rabotti, Rabotti! Viel Arbeit letzte Zeit, der Foodmaster mußte fertig werden. Der Foodmaster? Ich hatte schon einmal davon berichtet, daß ich als Angestellter am Umbau eines Routemaster-Doppeldeckers in ein fahrbares Restaurant beteiligt bin. Gestartet hatten wir Ende Oktober letzten Jahres und irgendwann muß so ein Projekt ja auch einmal fertig werden, und das war genau am vergangenen Donnerstag, dem Tag des Grauens. Hätte er werden können. Wurde er aber nicht. Denn am Donnerstag stand die TÜV-Abnahme ins Haus, genauer: MOT (das entsprechende Derivat hierzulande). Das ganze war eine Zitterpartie, weil wir zwar bereits relevante Arbeiten im Winter hatten durchführen lassen, aber eine Ungewißheit bleibt bei einem 45 Jahre alten Fahrzeug denn doch, zumal am folgenden Tag der Aufbau auf dem ersten Event in London auf dem Plan stand… Aber die beiden Prüfer waren voll des Lobes und fanden abgesehen von einem falsch eingestellten Scheinwerfer keinen Mangel. Super! So stand dann am Freitag die Fahrt nach London an, immerhin fast 65km, die der Bus klaglos überstand und ich auch ;-) Die Positionierung gleich als erster Stand auf dem Food Court direkt an der großen Hauptbühne war schnell gelungen, die eigentliche Arbeit stand aber noch an: jede Menge Besorgungen waren zu erledigen, u.a. die Abholung eines gemieteten Kühlautos, die trotz des nur etwa 3km Luftlinie entfernt liegenden Vermieters aufgrund dessen Unfähigkeit über 3 wertvolle Stunden und jede Menge Nerven kostete. Auch der folgende Samstag war von nervenzerreibender Spannung und noch durchzuführenden Vorbereitungen geprägt, der (deutsche) Bäcker brachte die bestellten Brötchen und die Kuchenbleche nach reichlich 3 Stunden Verspätung erst um 12 Uhr. Mit sehr gemischten Gefühlen öffneten wir unsere Verkaufsluke und die Türen zum Oberdeck, wo sich die Sitzplätze befinden. Die Griddleplatte (eine 60×60cm große und gasbeheizte Bratplatte) war schnell angeheizt wie auch die (ebenfalls gasbetriebene) Espressomaschine und die ersten Kunden kamen und wurden bedient. Der erste Tag war schnell vorbei und die Anspannung wich ganz langsam einer gewissen Routine, allerdings wurden Bratwurst-, Kuchen- und Brötchenberge im Kühlauto nicht sichtbar kleiner… Für den Sonntag wurden so Kombinationsangebote erdacht, womit der Umsatz tatsächlich erheblich angekurbelt wurde. Überhaupt: die Kundschaft am Sonntag unterschied sich inklusive ihrer Bestellungen erheblich vom Sonnabend. Verkauften wir am ersten Tag eine sehr überschaubare Anzahl Currywürste (in diesem Fall geräucherte Würste, die ich so nicht als Currywurst kenne), wenig Tee, dafür umso mehr Kaffee, wurden unsere Teevorräte am Sonntag erheblich dezimiert, während sich der Kaffeekonsum sehr zurück hielt. Curry- und Bratwürste gingen meistens schubweise weg wie warme Semmeln, die es übrigens buchstäblich dazu gab. Mit nachlassender Anspannung und fortschreitender Zeit stellte sich bei allen fünf Beschäftigten ab spätem Mittag erhebliche Erschöpfungserscheinungen ein, aber wir hielten durch bis 21.45 und machten noch gute Umsätze. Aufräumen und Abbau gingen schnell von der Hand und um 23 Uhr verließen wir bereits wieder unseren Platz, auf zum neuen Stellplatz auf dem Gelände eines kleinen privaten Museums in Walthamstow (NO-London). Weiter geht’s ab Donnerstag für drei Tage in Kingston-upon-Thames, ganz im Südwesten von London, wo die Themse in die Stadt fließt. Wir werden dort auf dem Marktplatz stehen und mal sehen, ob die dort beheimateten Deutschen uns die Tür einrennen…

Nexus One, Smartphone mit Android-Betriebssystem

Der Artikel kommt ein wenig spät, doch er kommt. Und vielleicht sogar zum richtigen Zeitpunkt, denn ab Dienstag ist das Ding auch in Deutschland bei Vodafone mit und ohne Vertrag zu haben. Ich habe es bereits im Januar oder so über Ebay erworben, Import aus den USA. Und warum? Recht einfach: weil es unter Linux läuft und ich endlich auf den Quatsch aus Redmont komplett verzichten kann (auf dem Laptop läuft seit 3 Jahren Ubuntu-Linux), denn meine drei letzten Smartphones (das sind Handies mit recht großem Bildschirm, bekannt sind z.B. das Blackberry oder das iPhone) liefen unter Windows Mobile. Old stuff, mit Fingern kaum bedienbar, es braucht immer einen Stift. Das letzte, das HTC Touch Diamond 2, war aber schon recht weit entwickelt, aber eben noch mit Windows und so.

Da kam das HTC Nexus One, das “Googlephone”, genau recht: mit dem von Google neu entwickelten, kostenlosen und quellenoffenen Betriebssystem Android in der Version 2.1, mit einem kapazitiven MOLED-Bildschirm mit beachtlichen 480×800 Bildpunkten, fünf Desktops, natürlich WLAN und HSPA. Dieses Telefon läßt sich nun NUR mit Fingern bedienen, das aber recht ordentlich, die Bildschirmtastatur jedoch könnte jedenfalls im Hochformat auch mal einen Eingabestift vertragen. Dreht man das Telefon um 90° nach links, so wird auch der Bildschirminhalt gedreht und auf Breitformat umgeschaltet, damit wird die Tastatur viel breiter und gut bedienbar.
Weitere Highlights sind 1 GHz Taktfrequenz, volles Multitasking, eine 5MP-Kamera mit LED-Blitz, ein Trackball (der noch dazu zwecks Benachrichtung in verschiedenen Farben leuchten kann), ein Marktplatz mit über 50.000 einfach herunterlad- und installierbaren Applikationen (Adroid Market), GPS, Beschleunigungssensoren in alle Richtungen, Kompass. Der GPS-Empfänger ist superschnell und genau, er einet sich auch hervorragend zum GeoCachen.

Was ich erst nach und nach herausbekomme: die volle Integration der Google-Produkte ins System (Picasa, Googlemail, Youtube etc.) funktioniert reibungslos, ebenso wie die Synchronisierung der bei Google liegenden Kontaktdatenbank auch mit Facebook. Per Kamera aufgenommene Fotos können direkt per Picasa (oder Facebook, Twitter,  Mail…) veröffentlicht werden, andersherum kann aus zum Beispiel der Twitter-Anwendung “Touiteur” heraus auf die Kamera zugegriffen und ein Foto geschossen werden, das dann unmittelbar per Twitter/Twitpic veröffentlicht werden kann. Schicke Sache, benutze ich derzeit etwas öfter.

Gerade hat Google die Version 2.2 des Android-Systems veröffentlicht (installiert ist standardmäßig bereits 2.1), die weitere Verbesserungen bringt wie Flash 10.1 (das, wogegen sich Apple so wehrt, das aber unverzichtbar ist, wenn man in Internetseiten eingebettete Videos ansehen möchte und für die Darstellung diverser Internetseiten), einen neuen Compiler, der das Gerät in manchen Bereichen bis zu über viermal schneller werden läßt, das wählbare Installieren von Programmen (Apps) auf SD-Karte, Einführung von UMTS-Tethering (das Telefon fungiert als UMTS-Router per WLAN oder USB-Kabel) und ein paar kleinere optische Verbesserungen.

Nicht vergessen dar ich jedoch auch die Erwähnung der durchaus auch vorhandenen Nachteile: der Bildschirm spricht nicht immer so präzise an wie man sich das wünschen würde, durch die stark gerundeten schmalen Langseiten läßt es sich vor allem im Kamerabetrieb schlecht festhalten, bei vollem Einsatz von UMTS, WLAN, GPS und langer Einschaltdauer des Bildschirms hält der Akku keinen ganzen Tag durch, dabei wurde noch nicht telefoniert, was das Gerät natürlich auch kann!

Leider kann ich kein Foto von meinem Telefon hier zeigen, denn erstens kann es sich nicht selbst fotografieren und eine andere Kamera habe ich nicht zur Hand und zweitens habe ich das Ding mal wieder fallen lassen (wie jedes Telefon bisher), dabei ist die Glasscheibe mehrfach gesprungen… GRRRR.

Die nächste Evolutionsstufe ist, Apple war mal wieder Vorreiter, das Touchpad, also letztlich Netbooks ohne Tastatur oder große Smartphones ohne Telefonfunktion, je nach Sichtweise. UMTS können viele, Android ist ebenfalls bei fast allen Herstellern außer Apple (iPad) Standard, weil eben Standard und zudem kostenlos verfügbar. Alle auf den Smartphones lauffähigen Apps funktionieren auch auf den größeren Touchpads, die zusätzlich noch USB- und teilweise HDMI-Anschlüsse bieten, eingebaute Festplatten oder vergleichbare Speichermedien und einen größeren Bildschirm, jeweils verglichen mit den Smartphones.