Veröffentlichungen

Was so geht…

Momentan geht mal wieder nicht so viel. Das Internet wie üblich nicht, jedenfalls nicht so, daß man damit vernünftig arbeiten könnte. Deshalb gibt’s auch keine großen Bildergalerien. Der GTI geht auch nicht, der andere sowieso nicht. Aber zu diesem Thema richte ich mal wieder einen neuen (ein neues?) Blog ein, der vielleicht noch heute ans Netz geht: www.golfg60.co.uk. Deutsch, klar, und die Domain habe ich schon so lange wie meinen GTI G60, außerdem waren alle anderen annehmbaren GTI-Domains “bereits” vergeben. Was Wunder.

Am vergangenen Sonntag war ich wie bereits im vergangenen Jahr in Cobham respektive dem Wisley Airfield, wo es wieder bei bestem Wetter ‘zig schöne alte Busse zu sehen gab. Das ganze stand unter dem Motto “80 Jahre Green Line”, ein Busnetz, das besonders an Wochenenden erholungssüchtige Londoner auf’s Land beförderte (und wieder zurück). Mitte 1930 eingerichtet, wurden die dort eingesetzten Busse kurz darauf in Dunkelgrün lackiert, um auch das Ziel der Linien ein wenig zu verdeutlichen: in’t Jrüne! Eingestellt wurde dieser Service zu Beginn der 1980er Jahre mit Ausmusterung der dort zuletzt im Einsatz befindlichen Routemaster-Busse, die mit Plattformtüren, Gepäcknetzen, Luftfederung und einer schnelleren Achsübersetzung eine besondere Ausstattung besaßen. Heute betreibt Arriva unter dem alten Namen ein kleineres Busnetz, vor allem als Verbindung zwischen London und den recht weit außerhalb gelegenen Flughäfen Luton und Stansted.
Ich übernachtete von Samstag auf Sonntag in London und war zu dem Zweck mit dem Zug dorthin gefahren. Das ist immer eine entspannende Sache und mit 10,90 für eine einfache Fahrt (Hin- und Rückfahrt, “Return Ticket”, kostet nur 10 pence mehr, gilt aber nur am selben Tag) auch nicht viel teurer als mit dem Auto zu fahren. Zurück mußte ich natürlich auch wieder auf diesem Weg, nur war das diesesmal gar nicht entspannend. Erst von Walthamstow im Nordosten von London (Postcode E17, von dort stammen East 17) mit der Victoria Line in die Stadt, das geht recht schnell, zumal diese Linie die schnellste von allen ist. Meine etwas verkorkste Reiseroute beinhaltete u.a. den Einstieg in den “großen” Zug in Waterloo East, zu dem Zweck wollte ich ab Bank mit der aus nur zwei Stationen bestehenden Waterloo&City Line fahren, die war aber geschlossen, also eben ein Umweg und Einstieg in Charing Cross, egal. Najaaaa, aber dann ging’s los: mein aus dem Fahrplan gesuchter Zug stand nicht auf der großen Flughafen-artigen Anzeigetafel, der nächste auch nicht. Dafür aber bei anderen Zügen der Hinweis, daß zwischen Slade Green und Gravesend kein Zugverkehr stattfindet aufgrund von Engineering Works. Nach längerem Suchen fand ich die recht informative Hinweistafel von Southeastern, aus der hervorging, daß auf der betreffenden Strecke ein Railway Replacement Service eingerichtet sei. Also wurde der nächste Zug nach Slade Green geentert, der auch brav bis dorthin fuhr. Jedoch ohne eine einzige Durchsage oder einen Hinweis auf den RRS. Das setzte sich auch am Endbahnhof fort: keinerlei Information. Der nette Liniebusfahrer vor dem Bahnhof schickte uns Umsteiger, immerhin vier an der Zahl, auf die andere Bahnhofseite, wo bereits zwei Doppeldecker bereit standen. Die Fahrer spielten aber Karten und ließen uns in der Kälte stehen, ok, Pause muß auch sein. Exakt zur Abfahrtzeit regte sich dann etwas und einer der Busfahrer machte den mit Gravesend beschilderten Bus startklar, lud uns ein und gab Gas. Und wie viel Gas der gab! Mein Gedanke war, der fährt so schnell durch Kreisverkehre mit seinem Doppeldecker wie ich mit meinem Golf…. Dabei wurden natürlich unzählige Bordsteine mitgenommen, ich wollte schon fragen gehen, ob er denn wirklich einen Führerschein für dieses Gefährt besäße, aber andererseits wollte ich auch dringend nach Hause. 25 Minuten später setzte er mich und eine weitere Person in Gravesend ab, wo wir dann in den bereitstehenden Zug hätten einsteigen können, wenn es denn einen gegeben hätte. Nur 20 weitere Minuten auf einem zugigen Bahnsteig später, die gefühlte Temperatur lag mittlerweile bei etwa 5 Grad, fuhr der Zug ein, zwei Bahnhöfe weiter konnte ich schon wieder aus- und ins Auto umsteigen, so daß ich um 23:15 zu Hause war, nach nur drei Stunden und 20 Minuten Fahrzeit und etwa 50 Meilen. Das war auch exakt meine Bestzeit auf der 400km langen Strecke von Berlin ins heimatliche Steinhagen bei Bielefeld im Jahr 1994…

Na? Was wohl…

… das beschäftigt mich eben momentan am meisten. Also wieder mal GTI. Wen’s nicht interessiert, kann ja hier aufhören zu lesen. Etwas spannend ist die folgende Geschichte aber schon.

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Die Welt ist klein

.. mit Holger Klein. Nee, das war mal, schon länger her, bei Radio Fritz in Berlin ud Brandenburg.

Was ich aber eigentlich sagen wollte: vor einigen Wochen fiel mir im Rahmen einer Cachebergung in Gillingham in einem alten Hafen neben einem offenbaw bewohnten Schiff ein altes Wohnmobil auf. Ein Alkovenmobil mit Mercedes 608D als Basis, ein in England nicht alltäglicher Anblick. Der Alkoven war auf der linken vorderen Ecke heftig eingedrückt und notdürftig mit Folie von innen zugestopft.

Am Sonntag, ich war mit einem geliehenen Fahrrad in London am River Lea unterwegs auf der Suche nach Geocaches, mußte ich aufgrund einer Sperrung des Uferweges im Bereich des neuen Olympiageländes eine ausgeschilderte Umleitung durch ein Industriegebiet nehmen. Dabei fiel mir ein am Straßenrand geparktes altes Alkoven-Wohnmobil mit Mercedes 608D als Basis auf, ein in England nicht alltäglicher Anblick. Der Alkoven war auf der linken vorderen Ecke nicht mehr ganz so heftig eingedrückt, aber noch immer beschädigt.

Nun sind Gillingham und London keine 50km voneinander entfernt, aber wie groß ist denn die Wahrscheinlichkeit, daß man ein und dasselbe Fahrzeug an zwei verschiedenen Stellen, die noch dazu beide weit abseits von normalerweise von mir benutzten Staßen sind, antrifft? London ist riesig groß, mit einem furchtbaren Labyrinth aus Straßen, Wegen, Flüssen, Kanälen, Wohn- und Gewerbegebieten. Und genau da passiert sowas? So ein “Glück” wünsche ich mir manchmal in anderen Situationen.

Glück?

Ich bin ja immer einer der ersten, der sich über große Ungerechtigkeit, die über mich hereinbricht, beschwert. “Kann ich nicht auch mal Glück haben?” fällt da gern und regelmäßig. Und so fühle ich mich oftmals auf der dunklen Seite des Lebens. Ein Unfall zerstört mein Lieblingsauto, es beginnt genau DANN zu regnen, wenn ich mit dem Hund raus muß und hört auf, wenn wir dann klitschnaß wieder zurück sind. Außerdem sind immer nur meine Fahrradreifen platt, die Kassenschlangen zu lang, das Internet geht nicht usw.

Heute hörte ich zum x-ten Male das Lied “Ahn ner Leitplank” von BAP, ein richtig altes Ding, eines der ersten. Einer passiert nachts einen bunten Blumenstrauß an der Leitplanke und folgert daraus, daß es hier wohl einen Unfall mit unerfreulichem Ausgang gegeben haben muß. Er macht sich Gedanken, was wohl geschehen sein könnte und ihm geht auf, daß das ja so schnell passieren kann, “wenn Dein Glück nie meh deit” (wenn Dein Glück nicht mehr funktioniert). Mein unmittelbarer Gedanke: was ist denn Glück? Viel Geld? Ein schönes Auto? Ein Vorhaben hat geklappt? Einen netten Menschen kennengelernt? In ein schönes Land gezogen? Sicher, das ist Glück, je nach Geschmack.

Aber ist es nicht auch Glück, jeden Tag – wenn vielleicht auch manchmal nicht ganz gesund – aus dem Bett steigen zu können? Überhaupt auf der Welt zu sein? Eigenständig sein Leben zu meistern, ohne auf fremde Hilfe angewiesen zu sein? Sehen, fühlen, hören und sprechen können… Sicher, das sind alles Selbstverständlichkeiten, die man – ich! – leider viel zu oft vergißt.

Ich will mal versuchen, mir dies regelmäßig vor Augen zu führen, denn das persönliche Glück liegt so nah und bedeutet nicht immer nur Materialistisches. Aber auch ;-)

97% Netzabdeckung

Bleiben immer noch 3% ohne Abdeckung. Und das ganze bezieht sich auch noch nur auf besiedeltes Gebiet… Der Hintergrund: seit ich in England lebe, nutze ich das Three 3G – UMTS-Netz für den Internet-Zugang. £15 für 3GByte Datenvolumen ist – vor allem verglichen mit Angeboten in Deutschland, sehr günstig. Und Three gibt irgendwo eben jene 97% Netzabdeckung an. Nach Eingabe des hierzulande essentiellen postcode (jede Straße hat ihren eigenen!) kann man sich auf einer Karte die tatsächliche Abdeckung ansehen. Demnach müßte ich hier volle Pulle beste Verbindung haben, die Realität sieht leider völlig anders aus. Hatte ich durch Zufall herausgefunden, daß die einzige Stelle in meinem (Blech!-) Kasten mit gutem Empfang die Klinke der Innentür zum Fahrerhaus war, wo mein UMTS-Modem dann die meiste Zeit lag. Kürzlich mußte ich aber auf diesem Campingplatz umziehen und seitdem geht gar nix mehr. Luftlinie etwa 50m vom alten Platz entfernt und noch dazu etwa 2m höher, ist es mir bislang nicht gelungen, passablen Empfang zu finden. Dasselbe gilt für’s Telefon.

Derzeit bricht die Verbindung etwa im Minutentakt zusammen, der primitive USB-Modemstick ist ein klein wenig zuverlässiger als die PCMCIA-Einsteckkarte mit Zimmerantenne, aber Spaß macht das ganze so nicht. Gar nicht.